Herausforderung …

YingYangBohnen

… für meinen Sohn oder für mich/uns Eltern?

Natürlich für unseren Sohn, ganz klar! Aber, auch wir sind über unsere Grenzen gegangen…

Aber ganz von vorne!

Was ist unter ‚Herausforderung‘ zu verstehen?

Auf der Seite des Evangelischen Lernwelten Gymnasium findest du dazu einige Informationen.

Das Fach ‚Herausforderung‘ beginnt in der 7. Klasse. Die Schüler und Schülerinnen suchen sich selbstständig ein Ziel aus, was sie dann wiederum selbstständig für sich allein oder in kleinen Gruppen erreichen wollen.

Sie planen ein Jahr lang alles möglichst gründlich. In den ersten drei Wochen der 8. Klasse ist es dann soweit. Die Schüler sollten mindestens 50 km von zu Hause weg sein, sie haben ein Budget von 150€ und ein großes Ziel zu erreichen. Oftmals ist eine Betreuungsperson über 18 Jahre notwendig.

 

Wir begleiten die Herausforderungen schon drei Jahre mit, in dem wir uns immer die älteren Klassen bei Ihren Präsentationen angeschaut haben. Verschiedenste Ziele haben wir in den letzten drei Jahren kennen gelernt. Und es hat uns immer wieder mächtig erstaut, wie die Kinder sich in den 17 Tagen zu kleinen Erwachsenen entwickelt haben. Viele sind sich der Verantwortung für ihr eigenes Tun bewußt geworden. Wieder andere waren erstaut, wie wenig 150€ doch sind. Für alle war es ein riesen Gewinn!

Was hat sich unser Sohn vorgenommen?

Er wollte immer schon in die Landwirtschaft. Also lag es sehr nah, dass er sich eine Herausforderung auf einem Bauernhof herausgesucht hat.

Die Johannishöhe in Tharandt hat er sich mit noch zwei Schulkameraden herausgesucht.

Ich selbst habe mich stark zurück gehalten, denn ich wollte ihn nicht beeinflussen. Ich habe mich erst informiert, als unser Sohn schon auf dem Weg zum Bauernhof war. Das was ich da erfahren habe, hat mich schwer beeindruckt.

Die drei Jungs hatten sich da ein tolles Projekt herausgesucht. Selbstversorger und ein ökologisch verträgliches Leben in einer Gemeinschaft .

17 Tage Herausforderung

Die 17 Tage der Herausforderung waren auch für uns etwas Besonderes, denn wir hatten einen Sohn weniger im Haus und dafür einen Klassenkameraden von unserem Sohn bei uns aufgenommen.

Bei diesem ist es mit der Herausforderung etwas schief gegangen. Aber auch für ihn ist am Ende die Herausforderung ein toller Erfolg geworden.

 

Unser Sohn hat in den knapp drei Wochen sehr viel gelernt. Über Landwirtschaft, Tiere und über Gemeinschaft. Aber auch der Bauernhof hat sich auf die drei Jungs eingelassen und war begeistert, über das Konzept der Herausforderung an der Schule. Wenn du dazu etwas lesen möchtest, dann schau mal hier – Herausforderung auf der Johannishöhe –  …

 

Apfelsaft
Saftherstellung

Große Erkenntnis für unseren Sohn, der ungern von zuhause weg ist, …

… wenn man erstmal angekommen ist, fällt auch das Weggehen wieder schwer!

 

Meine Erkenntnis 1 zur Herausforderung: saubere Wäsche wird absolut überschätzt!!!  …

Dreckige Wäsche

… nach drei Wochen Arbeit auf dem Feld und im Stall, ganz schön wenig dreckige Wäsche (nein, er hat dort nicht selbst gewaschen!)

Meine Erkenntnis 2: … ich muss loslassen, der dritte Sohn hat sich auf den Weg gemacht und wird auch seinen eigenen finden. Schön, dass wir ihn noch etwas begleiten können.

 

Im Abschluß an die Herausforderung gab es die Segensfeier in der Schule – ein tolles Fest um die Kinder als Jugendliche in den nächsten Lebensabschnitt zu begleiten und zu begrüßen. Dazu aber ein anderes Mal mehr …

 

Liebe Grüße

Suse